Logopädie für Erwachsene
Ihr Arzt hat Ihnen eine logopädische Behandlung empfohlen und ich freue mich, dass Sie bei Ihrer Suche meine Homepage gefunden haben. Im Folgenden versuche ich, die wichtigsten Fragen zu klären. Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie weitere Fragen haben.
Im Mittelpunkt der logopädischen Therapie bei Erwachsenen steht die Verbesserung / Wiederherstellung der kommunikativen Fähigkeiten. Dabei geht es meist um die Behandlung neurologischer Sprach- und Sprechstörungen, Artikulationsstörungen und Stimmstörungen. In der Therapie gehe ich auf Ihre individuellen Wünsche und Interessen ein und stelle einen Bezug zu ihren Alltagsanforderungen her.
Wichtig vor der Therapie
Die Zeitdauer einer Einheit wird von Ihrem Arzt auf der Heilmittelverordnung eingetragen und beträgt entweder 30, 45 oder 60 Minuten.
Die wöchentliche Frequenz auf der Verordnung wird in der Regel einmal pro Woche betragen.
Die Dauer der Therapie hängt vom jeweiligen Störungsbild und dem Schweregrad des Störungsbildes ab und kann daher nicht pauschal beantwortet werden.
Dies alles steht zunächst in der Heilmittelverordnung, die der Arzt ausstellt und die zum ersten Termin mitgebracht werden muss.
Meist werden pro Heilmittelverordnung zehn Therapieeinheiten ausgestellt.
Die Heilmittelverordnung darf nicht älter als 28 Tage sein, sonst verliert sie ihre Gültigkeit.
Mögliche Störungsbilder
Dysphonie (Stimmstörung):
Beeinträchtigung der Stimmfunktion. Einschränkung der stimmlichen Leistungsfähigkeit und akute oder dauernde Veränderungen des Stimmklangs (heiser, hauchig, leise, rau, gepresst, kratzig)
Aphasie:
Erworbene Sprachstörung, die in 80% der Fälle durch Schlaganfall entsteht. Vier Formen werden unterschieden:
Broca Aphasie: das Sprechen erfolgt in kurzen, einfachen Sätzen oder einer Aneinanderreihung inhaltstragender Wörter. („Telegrammstil“)
Wernicke Aphasie: Produktion langer, verschachtelter Sätze mit Wiederholung von Satzteilen oder Sätzen. Teilweise flüssig aber vom Inhalt wenig oder keinen Sinn ergebend. Meist eingeschränktes Sprachverständnis. Amnestische Aphasie: In der Spontansprache und beim Benennen von Gegenständen treten Wortfindungsstörungen auf. Durch Verwendung von Redefloskeln und Umschreiben von Wörtern Versuch der Kompensierung. Globale Aphasie: Das Verstehen sowie die Produktion der Sprache ist stark eingeschränkt. Oft werden nur einzelne Wörter verstanden.
Sprechapraxie:
Die Planung der Sprechbewegung ist gestört, ausgelöst durch Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfälle, Hirntumore oder entzündliche Hirnprozesse. Betroffen sein können die Artikulation, die Sprachmelodie und der Sprachrhythmus und das Sprechverhalten.
Dysphagie: Es handelt sich um eine Schluckstörung. Nahrungsaufnahme, Zerkleinerung der Nahrung sowie der Transport von Nahrung, Flüssigkeiten und Speichel kann betroffen sein.
Redeflussstörungen: Auffälligkeiten beim Sprechen, entweder zu schnell oder zu langsam, Lautwiederholungen oder das Steckenbleiben im Wort. Dazu zählen Stottern und Poltern.
Stottern bedeutet das Steckenbleiben im Redefluss und zeigt sich durch Wiederholungen von Lauten und Silben, Dehnungen von Lauten und Blockaden. Poltern ist das schnelle und unregelmäßige Sprechen. Dadurch ist das Gesprochene undeutlich und schwer verständlich.
Myofunktionelle Störungen: Ungleichgewicht der Muskeln im Gesichts-und Mundbereich. Dadurch:
Falsche Zungenruhelageposition:
Bei der korrekten Zungenruhelage befindet sich der Zungenrücken bei geschlossenem Mund am Gaumen. Durch ein Muskelungleichgewicht, offene Mundhaltung mit Atmung durch den Mund oder Fehlstellungen des Kiefers kann die Zunge in Ruhestellung in falscher Position verharren. Dies kann zu Artikulationsstörungen, Kieferschmerzen u.a. führen.
Viszerales Schluckmuster:
Die Zunge drückt beim Schlucken gegen die Frontzähne oder schiebt sich zwischen die Vorderzähne. Beim korrekten Schlucken sollte die Zunge keinen Kontakt zu den vorderen Zähnen haben
Dysarthrophonie/Dysarthrie:
Erworbene neurogene Störung der Sprechmotorik. Die Bewegungsausführung des Sprechens ist beeinträchtigt, oft verursacht durch Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata, Epilepsien, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose.
Adresse
Sie finden die Praxis in der
Bernauerstraße 6
85567 Grafing
Praxiszeiten
Üblicherweise ist meine Praxis folgendermaßen geöffnet:
Montag bis Donnerstag
9.00 Uhr - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Während der bayerischen Schulferien können die Öffnungszeiten abweichen.
Terminvereinbarung
Für Terminvereinbarungen rufen Sie mich bitte an. Sollte ich Ihren Anruf nicht persönlich entgegennehmen können, sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf meinen Anrufbeantworter. Ich rufe Sie dann zeitnah zurück:
Tel.: 0179- 693 16 85
Sie können natürlich Termine auch per Mail anfragen. Hilfreich ist es, wenn Sie auch hier Ihre Telefonnummer für einen Rückruf angeben: